Was viele nicht wissen: Der Nikolaus ist gern inkognito unterwegs.
Heute als Tierärztin.
Auf ihrer Liste stehen mehr als ein Dutzend Tierheime, die heute mit gesundem Futter und ein paar Streicheleinheiten beliefert werden. Außerdem startet sie den armen Schweinen im engen Stall einen Besuch ab, reibt ein paar Bäuche, krault hinter den Ohren und erzählt den Eingepferchten eine Geschichte von weitem Horizont und großer Hoffnung. Danach setzt sie sich zu den Schafen auf die Weide und lauscht deren Erzählungen. Es gibt eine - seit langer Zeit überliefert - von hellem Licht und leuchtenden Gestalten auf den Fluren, die hört sie besonders gern. Den Abend verbringt sie in den Gassen und Straßen bei den Streunern. Sie bringt Futter, Pinzette und Salben mit und versucht, die schlimmsten Schmerzen zu lindern. Zum Dank singen ihr die Vögel am Abend ein Schlaflied.
Und wenn der Nikolaus eingeschlafen ist träumt sie von Ochs und Esel, die ihr zuflüstern, dass die Adventshoffnung von Frieden und gutem Leben auch für Tiere gilt.


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