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Eine Weihnachtslegende

Eine Königin lebte einst in einem kleinen, friedlichen Land. Seine Bewohnerinnen und Bewohner waren genügsame Menschen, dabei aber großzügig an Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit. Sie erwarteten nicht viel von ihrer Königin – außer, dass sie ein gutes Vorbild und Teil ihrer Gemeinschaft sei. 

So lebte auch die Königin in einer einfachen Hütte am Rande des Waldes. Der einzige Luxus, den sie sich täglich gönnte, war eine Tasse schwarzen Tees, den sie sich aus fernen Ländern schicken ließ. 

 

Eines Tages besuchte ein fremder Mann das Land der Königin. Er genoss die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen und blieb eine Weile. Die Königin begrüßte ihn in ihrem Land und ließ sich aus seinem Leben erzählen. Seine Geschichten berührten und erfreuten sie. Ihr Herz hüpfte bald vor Freude, wann immer sie ihn sah. Weil es ihm nicht anders erging, heirateten sie. 

 

Alle sollten an ihrem Glück und ihrer Freude teilhaben. So veranstalteten die Königin und der König ein großes Fest, zu dem alle Bewohner*innen des Landes eingeladen wurden. Abends gab es kostbaren schwarzen Tee für alle, und der frisch Vermählte erzählte eine seiner Geschichten. Sie handelte von einer jungen Frau, die ein Kind zur Welt brachte, das Gotteskind genannt wurde und ein Geschenk für die Welt war. 

Weihnachten, so nannte er diese Geschichte. Und erzählte, dass Menschen sich noch heute in Erinnerung daran selbst beschenken. Das Volk der Königin mochte diese Geschichte und die Idee des Schenkens sehr und entschied, den Hochzeitstag seines Königspaares fortan Weihnachten zu nennen. 

 

So kam es, dass noch heute an jedem Hochzeitstag der Königin und ihres Erwählten Geschichten erzählt werden, ein Fest gefeiert wird und alle eine Tasse schwarzen Tee geschenkt bekommen.

 

 

Von dieser Königin hast du noch nie gehört? Nun, in meiner Familie ist sie legendär.

Und bei uns gehört zum Weihnachtsfest immer auch ein schwarzer Tee!

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