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Sehnsuchtsort

Draußen vor dem Fenster, direkt hinter der Bank, beginnt die Nordsee.

Es ist Ebbe, das Wasser ist weit weg.

Der Wind treibt Sandkörner vor sich her, Möwen lassen sich von ihm tragen.

Ich schnappe meine Jacke, ziehe Schuhe an und gehe raus,

durch die Muscheln, bis zur Wasserkante.

Dort stelle ich mich in den Wind.

Er rauscht so laut in meinen Ohren, dass kein anderes Geräusch neben ihm Bestand, hat

– nicht einmal die Gedanken in meinem Kopf.

Ich beobachte das Schwappen des Wassers,

das mit jeder Welle etwas näher heran rückt.

Mein Atem passt sich dem Kommen und Gehen der Wellen an.

Ich atme aus.

Lasse los.

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