Krise

Ich glaube, dass wir alle uns in dieser verrückten Zeit besinnen sollten und müssen.

Ich glaube, wir werden erkennen, wie wenig von dem vermeintlich Notwendigen

unser Leben tatsächlich ausmacht.

Ich glaube, dass wir in der Not die Solidarität wiederentdecken

und  dass wir nur so unsere Gesellschaft zusammenhalten können.

Ich glaube, dass jeder Tag trotz der Krise etwas Schönes mit sich bringt

und wir es nur ergreifen müssen.

Ich glaube, dass der Ausstieg aus dem Hamsterrad auch ein Geschenk sein kann

und Jammern häufig eine Frage der Perspektive ist.

Ich glaube, dass wir alle gefragt sind - nicht nur, um das Coronavirus einzudämmen,

sondern auch, um anschließend unsere Gemeinschaft neu auszurichten.

Ich glaube, dass es heilsam ist, der Idee der Allmacht abschwören zu müssen

und anzuerkennen, wie abhängig wir alle von Menschen sind,

die und deren Schicksal uns eben noch gleichgültig waren.

Ich glaube, wir müssen endgültig einsehen, dass die Natur uns überlegen ist.

Ich glaube, dass wir - obwohl wir körperlich auf Distanz gehen - näher zusammenrücken

und dass uns das gut tun wird.

Ich glaube, jede Krise ist auch eine Chance - wir müssen sie ergreifen!

 

Foto: Jens Goetzke / pixelio

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Kommentare: 1
  • #1

    Carolin (Freitag, 20 März 2020 17:52)

    Das finde ich einen sehr schönen Text, liebe Andrea.