Verschwunden

Ich glaube, dass es einen Ort irgendwo im Universum geben muss,

an dem sich alle Dinge treffen, die mir verloren gegangen sind.

Ich glaube, es ist gar nicht immer nur so, dass ich sie verbussele.

Vielmehr glaube ich, es zieht sie zueinander

und sie sitzen dann da irgendwo gemeinsam

und lachen sich kringelig, während ich nach ihnen suche.

Ich glaube, dass unerledigte Herausforderungen aus dem alten Jahr

auch in diesem Jahr weiter an meine Tür klopfen

und keine Ruhe geben werden, bis ich ihnen meine Aufmerksamkeit widme.

Ich glaube aber auch daran, dass ich einem Neuanfang eine Chance geben muss -

alte Konflikte abschließen, nicht nachtragend sein;

mit Mut und Neugierde der Bequemlichkeit entgegentreten;

verkrustete Verhaltensmuster hinterfragen und aufbrechen.

Ich glaube, dass gute Vorsätze nicht nur am Jahresanfang funktionieren

(oder eben nicht funktionieren), 

sondern dass ich jeden Tag die Chance habe,

Erkenntnisse in Veränderung münden zu lassen.

Ich glaube, zu akzeptieren, dass manche Dinge unwiederbringlich verschwinden,

wird mein nächster guter Vorsatz.

Ich glaube, ich kann unfassbar viel Zeit und mir Frust ersparen,

wenn ich die elende Sucherei bleiben lasse.

 

Foto: Rainer Sturm / pixelio

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